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Verein für Klimaschutz
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Verein für Klimaschutz
Presse

Die Wuppertaler Rundschau schreibt am 6. Juli 2016:

160706 WR

 


Presseerklärung zum 25-jährigen Bestehen

des Vereins zur Förderung erneubarer Energien regen e.V.

Dokument


3.700 Kilowattstunden pro Jahr

Die Wuppertaler Rundschau schreibt am

Wuppertal. Auf dem Dach der Friedenskirche an der Hahnerberger Straße in Cronenberg wird am Samstag (27. Juni 2015) eine Fünf-Kilowatt-Photovoltaikanlage installiert. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt der Evangelischen Gemeinde und des Klimaschutzvereins "regen e.V.".

Durch die gute Südausrichtung der Solarmodule sollen rund 3.700 Kilowattstunden klimafreundlichen Stroms pro Jahr erzeugen werden. "Diese Menge entspricht etwa dem Jahresstrombedarf eines Vier-Personen-Haushalts und ist ausreichend für eine teilweise Versorgung des Gebäudes mit elektrischer Energie oder den Betrieb von bis zu drei Elektrofahrzeugen", erläutert Oliver Wagner von "regen e.V."

Der Klimaschutzverein darf das Dach der Gemeinde in den kommenden sechs Jahren kostenlos nutzen, den erzeugten Strom in das Netz der Wuppertaler Stadtwerken (WSW) einspeisen und bekommt dafür eine Vergütung nach dem "Erneuerbaren Energien Gesetz". Danach geht die Anlage in das Eigentum der Gemeinde über, die dann den erzeugten Strom zu einem Großteil im Gebäude selber nutzen kann.

Eine von den WSW gestiftete Anzeigetafel informiert die Besucher der Kirche über die aktuelle Leistung der Solaranlage, die ins Netz eingespeiste Energie und die vermiedene Menge an Kohlendioxid.

 


Erste Energie-Genossenschaft

Die Bergische Bürgerkraft ist Wuppertals erste Energiegenossenschaft. Zur Zeit hat sie 20 Mitglieder, viel mehr Interessenten und wird noch ehrenamtlich geführt. Vorläufer gibt es schon. So liefert bereits seit 12 Jahren eine Solaranlage auf einer Schwebebahnstation Energie ins Netz - finanziert von einem Verein. Wuppertaler Rundschau

Ein Beitrag von Timo Spicker, 12.11.2012
    MEDIATHEK - WDR.de


Verein für Klimaschutz setzt auf eine Kehrtwende bei den Windanlagen

Die WZ berichtet am 10. Juni 2011:

Ein Beitrag von Stefan Melneczuk

Wuppertal. In der Diskussion um den Windpark auf der Kleinen Höhe vertritt der Wuppertaler Verein für Klimaschutz eine klare Position: Grundsätzlich sei jede Initiative für neue Windräder im Stadtgebiet zu begrüßen, „solange das nicht nur Populismus ist“, sagt Diplom-Ingenieur Kristian Bisek, der dem 1991 gegründeten Verein mit gut 50 Mitgliedern vorsteht, im Gespräch mit der WZ. Zumindest habe man jetzt die Chance, das Thema ohne ideologische Vorbehalte anzufassen – auf den Wuppertaler Südhöhen ebenso wie auf den Nordhöhen.

Weitere Windräder in Wuppertal? Damals gab es viel „Gegenwind“

Wie berichtet, stößt der von der SPD und CDU angestoßene und jetzt verabschiedete Prüfauftrag für einen Windpark auf der Kleinen Höhe (siehe Kasten rechts) stadtweit auf Zustimmung – aber es gibt auch Bedenken mit Blick auf den Landschaftsschutz und den Kurswechsel bei den Plänen für die Fläche an der Stadtgrenze.

Tatsache ist, dass es in den vergangenen Jahren immer mal wieder Pläne gab, weitere Windräder auf den Höhenzügen zu errichten – wie etwa am Scharpenacken, wo ein Bauantrag für zwei knapp 100 Meter hohe Anlagen gestellt wurde. Dem folgte seinerzeit die Bürgerinitiative „Gegenwind“, die sich vehement gegen die Pläne am Kastenberg mit Blick auf den Marscheider Wald richtete. Damals wurden in Ronsdorf und Cronenberg in kurzer Zeit mehr als 200 Unterschriften gegen das Bauvorhaben gesammelt.

Diskussionen: Auf Korzert blieb es bei einem 80 Meter hohen Windrad

So blieb es bislang bei der Windkraftanlage auf Korzert unter der Projektträgerschaft der Beteiligungsgesellschaft „Bürgerwind Cronenberg“. An der Mischfinanzierung beteiligten sich seinerzeit auch der Klimaschutzverein „regen e.V“ und die Wuppertaler Stadtwerke. Von den 76 Anteilseignern der Anlage kamen fast 487 000 Euro.

Und auch diesem gut 80 Meter hohen Windrad gingen damals viele Diskussionen voraus. Im Jahr nach seiner Inbetriebnahme hat die Anlage laut Klimaschutzverein 413 500 Kilowattstunden Strom ins Netz der WSW eingespeist, damit den Strombedarf von etwa 130 Haushalten gedeckt sowie der Umwelt 227 Tonnen Kohlendioxid und 2900 Kilogramm Schwefeldioxid erspart.

„Verspargelung“ der Landschaft – Ein Thema von gestern?

Der Stadtrat hat dem Prüfauftrag bei seiner Sitzung am 23. Mai grünes Licht gegeben. Jetzt sind die Stadtverwaltung mit den Stadtwerken am Zug: Vorgesehen ist ein erster Zwischenbericht zum Windrad-Projekt Kleine Höhe im Bauausschuss am 6. Juli.

Unter die früheren Auseinandersetzungen zur Windkraft in Wuppertal habe er einen Schlussstrich gezogen, erklärt Rainer Lindner, bei dem die Fäden für das Windrad auf Korzert damals zusammenliefen. Für ihn besteht kein Zweifel: Sollte sich Wuppertal tatsächlich entschließen, auf der Kleinen Höhe einen Windpark zu errichten, erfordere das breite Unterstützung, eine Millioneninvestition und – wie berichtet – ausreichend hohe Anlagen, die genug Ertrag bringen.

Solche Windräder stehen unter anderem auch in Hattingen und Sprockhövel – mitten im Naherholungsgebiet und insgesamt mehr als 100 Meter hoch. Vier solcher Anlagen wurden dort nur wenige Kilometer voneinander entfernt errichtet.

Kristian Bisek sieht die lokalen, regionalen und bundesweiten Kurswechsel nach der Reaktor-Katastrophe in Fukushima als Herausforderung und einen Abschied von Diskussionen, die sich lange um die „Verspargelung“ der Landschaft drehten. „Früher waren regenerative Energien ein exotischer Begriff. Heute gehören sie zur Tagespolitik.“


Nach Fukushima: selbst der unter Rot-Grün vereinbarte Ausstieg aus der Atomenergie reicht nicht weit genug!

Dem Wuppertaler Klimaschutzverein regen e.V. ist das Moratorium für die Laufzeitverlängerung der Atommeiler nicht weitreichend genug. Selbst eine Rückkehr zu dem unter Rot-Grün vereinbarten Ausstieg aus der Atomenergie hält der Verein für nicht weitreichend genug. Die sieben ältesten Atomkraftwerke, das sind Biblis A und B, Neckarwestheim 1, Brunsbüttel, Isar 1, Unterweser und Philippsburg 1, sowie das Pannenkraftwerk Krümmel dürfen nicht wieder ans Netz. Die verbleibenden Atomkraftwerke müssen so schnell wie technisch und rechtlich möglich vom Netz genommen werden, bringt der Vereinsvorstand seine Forderungen auf den Punkt.

Wer die Hilflosigkeit der japanischen Kraftwerksbetreiber des Atomkraftwerks in Fukushima gesehen hat, der muss daraus auch die Konsequenzen für Deutsche Kraftwerke ziehen, fordert der Verein. Und das kann nur heißen, dass die ältesten Kraftwerke nicht mehr ans Netz kommen und die übrigen Kraftwerke einem „Stresstest“ unterzogen werden. Es wird immer deutlicher, dass die Atomenergie ein extrem unsicherer Kandidat ist. Es ist einfacher aufgrund von Wetterdaten eine Prognose für die Solar- und Windenergie zu erstellen, als über die sichere Stromversorgung durch ein Atomkraftwerk, meint der Verein. Während die Folgen eines Unfalls bei regenerativen und auch bei fossilen Kraftwerken zeitlich, räumlich und finanziell vergleichsweise überschaubar sind, sind die Folgen eines Unglücks in einem Atomkraftwerk unvorhersehbar, unkalkulierbar und vor allem unverantwortbar. Schon jetzt wird rund um Fukushima eine Fläche von der Größe ganz Berlins auf unabsehbare Zeit unbewohnbar und wirtschaftlich nicht zu nutzen sein, wenn es nicht noch schlimmer kommt. Das müsste ja nun jedem Verantwortungsträger klar sein.

Die Unbelehrbarkeit der altmodisch denkenden Energiekonzerne hat auch wirtschaftliche Folgen. Sieht sich der Betreiber von Fukushima Tepco einem Wertverlust von 80% binnen eines Monats und Verbindlichkeiten von 100 Milliarden Dollar (Quelle: Süddeutsche Zeitung 30.März 2011, S.19) gegenüber, steht es mit z.B. dem RWE nicht viel besser. Der Kursverlust in den letzten 12 Monaten betrug ein Drittel. Zählt man die Kursverluste durch die Finanzkrise hinzu, hat RWE zwei Drittel seines Wertes verloren. Ebenso der Konzern EnBW, nun wieder im Besitz des Landes, verliert ein Viertel seiner Stromerzeugungskapazität, ein Wertverlust von einem Drittel. Von diesen Konzernen ist eine Energiewende nicht zu erwarten.

Sicher ist sich der Verein, dass seine Forderungen nicht dazu führen würden, dass in Deutschland die Lichter ausgehen. Ohne Komforteinbuße können in Deutschland 20 Prozent des Stromverbrauchs eingespart werden. Der größte Teil davon ohnehin schon wirtschaftlich. Das entspricht ziemlich genau dem Anteil der Kernenergie am Strommix, erläutert der Verein. Die Erneuerbaren Energien müssen in ihrer Ausbaudynamik unterstützt werden. Wichtig ist zudem ein zügiger Ausbau der Stromnetze von der Windregionen des Nordens in die 

Verbrauchsregionen des Südens. Da müssen genehmigungsrechtliche Hürden schneller genommen werden können, fordert der Klimaschutzverein, was z.B. durch Erdkabel statt oberirdischer Hochstromleitungen möglich wäre. Das Fazit des Klimaschutzvereins lautet: Ein schneller Atomausstieg ist technisch möglich. Mehr Erneuerbare Energien sind nötig, denn langfristig gibt es keine Alternative dazu.